Neuromotorikraum PDF Drucken E-Mail
Samstag, 29. September 2007

 

Im Neuromotorikraum finden in erster Linie Behandlungen aus den Fachbereichen Orthopädie, Neurologie und Neuropädiatrie statt.

 

Patienten mit Erkrankungen wie Schlaganfall, Multipler Sklerose, Parkinson und anderen neurologischen Erkrankungen, aber auch Patienten mit nach Frakturen, endoprothetischen Versorgungen oder mit rheumatischen Erkrankungen finden hier einen umfangreich ausgestatteten Raum vor.

 

 

ImageDie Neuromotorik stellt innerhalb der Motorik die neuromuskulären Funktionsabläufe in den Vordergrund, also das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Der Ausgangspunkt bildet hierbei zunächst die Reflexmotorik des Säuglings. Der Terminus Neuromotorik wird aber nicht nur für die Reflexmotorik im Säuglingsalter angewandt, sondern er bezeichnet generell den neurophysiologisch - koordinativen Aspekt der Bewegung.

 

 

"Der Entwicklungsverlauf der Motorik führt in den ersten beiden Lebensjahren von ungerichteten Massenbewegungen über die Aneignung erster wohl koordinierter Bewegungen" (Meinel/Schnabel)

 

Bei der Herausbildung erster Bewegungen lassen sich zwei Entwicklungsrichtungen unterscheiden, die für die Therapie eine entscheidende Rolle spielen:

  • die „cephalo caudale“ Entwicklungsrichtung, die besagt, dass die Organisation des motorischen Verhaltens am Kopf beginnt und über den Rumpf zu den Extremitäten fortschreitet

  • die „proximo-distale“ Entwicklungsrichtung, worunter wir die Tatsache verstehen , dass sich die der Körperachse näher liegenden Muskelgruppen früher entwickeln als die von der Achse entfernten.

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Dort, wo krankhafte Störungen in den Reflexen die Motorik behindern kann gezielte neurophysiologische Therapie helfen, krankhafte Reflexe abzubauen und rückständige oder gestörte neurologische Funktionen verbessern.

 

 

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